18. März

18. März Spremberg

Der 18. März ist der „Tag der politischen Gefangenen“ – ein Tag mit einer langen Tradition in der linken Bewegung.
Am 18. März 1871 griff das Proletariat in Paris zu den Waffen, um ihre Unterdrücker zu entmachten und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung zu schaffen, die 71 Tage darauf von der militärisch hochgerüsteten Reaktion brutal niedergeschlagen wurde.
Der 18. März galt deshalb bis ins frühe 20. Jahrhundert als „Tag der Commune“. Wegen der Brutalität und Härte mit der die Kommune zerschlagen wurde, bei der 20.000 Proletarier ermordet und 13.000 – meist in Kollektivstrafen – zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, rief die Internationale Rote Hilfe am 18. März 1923 zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ auf.
Mit der Machtergreifung des Faschismus wurde dieser Tag, wie viele andere Kampftage der Arbeiter_ innenbewegung, nicht mehr begangen.
Der „Förderverein Libertad! Für internationale Kommunikation und Solidarität“ initiierte 1996 in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe e.V. erstmalig wieder einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen, der durch Aktionen und Veranstaltungen auf staatliche Repression aufmerksam macht und den politischen Gefangenen eine Stimme gibt, die unter anderem durch uns die Öffentlichkeit erreicht.
Es geht uns z.B. um die Stimme von Tim aus Dresden und Smily und Deniz aus Nürnberg, denen wegen den ungeheuerlichsten Anschuldigungen unverhältnismäßig hohe Strafen auferlegt wurden. Während Neonazis meist unbescholten davonkommen, wie es in Spremberg auch schon des Öfteren der Fall war. So wurde beispielsweise das Verfahren gegen René Thomas, aufgrund polizeilicher Inkompetenz eingestellt.
Es geht uns um die Stimmen von Sonja und Christian, die nach Jahrzehnten mit Rachejustiz überzogen werden, während sich Egon Wochatz mit ehemaligen SS-Mitgliedern zu Kaffee und Kuchen trifft.
Als ein kleiner Teil der linken Bewegung fordern wir „die Freilassung aller politischen Gefangenen“.
Faschisten, auch wenn sie es gern behaupten, sind für uns keine politischen Gefangenen. Sie sind im Gefängnis weil, sie wegen ihrer abscheulichen Einstellung, unmenschliche Verbrechen begehen, dann aber immer noch Freisprüche oder nur geringe straffen erhalten wie z.B. in dem Fall des Fragezeichenprozesses in Cottbus.
Wir hingegen werden wegen Bagatellen so lange wie möglich weggesperrt weil wir Kommunist_innen, Sozialist_innen, Anarchist_innen oder einfach nur Antifaschist_innen sind.

Für den Fall, dass noch Fragen zum 18. März unbeantwortet geblieben sind, verweisen wir auf diese Seite.

18. März

Antifa Spremberg – just to keep it straight.

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