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Refugees Welcome!

Refugees Welcome!Seit Tagen spielen sich in Berlin-Hellersdorf ekelhafte Szenen ab. Als am Montag die ersten 50 Flüchtlinge ihre Notunterkunft in einer leerstehenden Schule in Hellersdorf bezogen, wurde schnell deutlich, dass das ersehnte friedliche Leben nicht in Berlin-Hellersdorf zu finden ist. Schon seit Wochen hetzen pro Deutschland und die gegründete Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf gegen das Asylheim. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den Menschen, die sich gegen die Flüchtlingsunterkunft aussprechen, nicht um Nazis handelt. Man habe lediglich Angst und wolle die Flüchtlinge nicht im Stadtgebiet haben. Dies wurde am 19. August deutlich, als sich der pöbelnde rassistische Mob auf der Straße versammelte und gegen die Flüchtlinge und deren Unterstützer_innen hetzte und den Hitlergruß zeigte. Und es stimmt: Ihr seid keine Nazis. Ihr seid Deutschland! Ihr seid genauso Deutschland wie der Brandanschlag auf das Asylbewerberheim 1991 in Schwarze Pumpe oder die rassistischen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen. Weiterlesen

Clément Méric von Neonazis ermordet

ClementVor einer Woche, am 5. Juni 2013, wurde der 18-jährige Antifaschist Clément Méric von Nazis in Paris ermordet. Als er am Abend ein Geschäft in der Nähe des Bahnhofs Saint Lazare verließ, wurde er von einer Gruppe Nazis so brutal angegriffen, dass er wenige Stunden später im Krankenhaus an den von den Schlägen verursachten Verletzungen verstarb. Dieser Angriff reiht sich in die seit Monaten andauernden homophoben Mobilisierungen, die sich unter anderem gegen die Ehegleichstellung richtet, die Homosexuellen seit dem 29. Mai 2013 die Ehe in Frankreich ermöglicht. Bestärkt durch die breiten Proteste gegen die Homo-Ehe, sehen sich extrem rechte Gruppierungen im Aufwind und machen Jagd auf alle, die für eine emanzipatorische Gesellschaft kämpfen. Weiterlesen

18. März

18. März Spremberg

Der 18. März ist der „Tag der politischen Gefangenen“ – ein Tag mit einer langen Tradition in der linken Bewegung.
Am 18. März 1871 griff das Proletariat in Paris zu den Waffen, um ihre Unterdrücker zu entmachten und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung zu schaffen, die 71 Tage darauf von der militärisch hochgerüsteten Reaktion brutal niedergeschlagen wurde.
Der 18. März galt deshalb bis ins frühe 20. Jahrhundert als „Tag der Commune“. Wegen der Brutalität und Härte mit der die Kommune zerschlagen wurde, bei der 20.000 Proletarier ermordet und 13.000 – meist in Kollektivstrafen – zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, rief die Internationale Rote Hilfe am 18. März 1923 zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ auf.
Mit der Machtergreifung des Faschismus wurde dieser Tag, wie viele andere Kampftage der Arbeiter_ innenbewegung, nicht mehr begangen. Weiterlesen

Alles neu. Nichts ist anders.

Es ist ruhig geworden um die Naziszene in Spremberg. Nach dem Verbot der „Widerstandsbewegung Südbrandenburg“ und vier Hausdurchsuchungen am 19.06.2012 in Spremberg traten Spremberger Neonazis nicht mehr öffentlich in Erscheinung. Noch im Mai des letzten Jahres griffen Rechtsextreme zwei Nächte hintereinander die Lokalredaktion der Lausitzer Rundschau an, verteilten Tierkadaver, beklebten die Scheiben mit Plakaten und beschmierten diese mit rechten Parolen. Grund dafür war ein kritischer Artikel der Lausitzer Rundschau über ein Treffen von 30 vermummten und mit Fahnen und Bengalos ausgestatteten Neonazis am Bismarckturm. In der Nacht vom 12. zum 13. Mai ereignete sich ebenfalls ein Angriff auf Gäste des Jugendclubs „Erebos“. Hierbei wurden die Personen mit Baseballschlägern angegriffen und verletzt. Die Stadt startete daraufhin eine Unterschriftenaktion an der sich mehrere Tausend Menschen beteiligten. Das öffentliche Image der Stadt wurde wieder in ein positives Licht gerückt und alles war wieder in Ordnung.  Weiterlesen

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